Obertöne

Bei jeder natürlichen Tonerzeugung entstehen neben dem Grundton auch die so genannten Obertöne. Die Frequenzen dieser Obertöne haben jeweils ein ganzzahliges Vielfaches des Grundtones. Der erste Oberton hat also die doppelte Frequenz des Grundtones, der zweite Oberton die dreifache Frequenz, der dritte Oberton die vierfache Frequenz usw. Eine Verdoppelung der Frequenz nehmen wir als Oktave wahr, das Frequenzverhältnis 2:3 als Quinte, das Frequenzverhältnis 3:4 als Quarte, das Frequenzverhältnis 4:5 als grosse Terz usw. Je höher also die Zahlen der Frequenzverhältnisse werden, umso kleiner das Intervall.

Zur Erläuterung hier noch die Obertonreihe des Tones c (128 Hz):

Tonname
Frequenz
Intervall zum vorherigen Ton
c
128
 
c'
256
Oktave
g'
384
Quinte
c''
512
Quarte
e''
640
grosse Terz
g''
768
kleine Terz
b''
896
 
c'''
1024
 
d''
1152
grosse Sekunde
e'''
1280
 
f'''
1408
 
g'''
1536
 
.
.
.
   

b'' ist ein wenig tiefer und f''' deutlich höher (fast in der Mitte von f''' und fis''') als der entsprechende Ton unserer gewohnten Tonleiter. Das f''' wird oft auch als Alphorn-Fa bezeichnet, denn auf dem Alphorn wird durch Überblasen die Obertonreihe erzeugt, wobei der tiefste Ton des Alphorns in der Regel nicht ein C, sondern meist ein Ges, F oder E ist.